Der ORF Niederösterreich hat 11. August im Rahmen der Sommertour 2025 auch halt in Wolkersdorf gemacht. Im mobilen Bus-Radiostudio hatten wir die Möglichkeit unseren Verein vorzustellen und einen Blick hinter die Kulissen des mobilen Radiostudios zu werfen.
Radio Moderator Clemens Krautzer hat uns interviewt:
Als Ergänzung gab es am Abend einen TV-Beitrag in „NÖ heute“ wo uns Moderatorin Silvia Schreiber bei der Arbeit im Mini-Wald besuchte.
NÖ-Heute „Sommertour – Citizens Forests“, Sendetermin: 11.08.2025
Vielen Dank an den ORF NÖ für diese großartige Möglichkeit!

Bei unbeständigem Wetter brachte der Verein Citizens Forests Wolkersdorf am 21. Juli 2025 den Wald auf die Glacis vor dem Schloss. In Zusammenarbeit mit dem Verein Club Sozial wurden dort Getränke und Quiches angeboten. Es gab verschiedene Quiche Arten wie zum Beispiel Schwammerl Quiche, Quiche lorraine, Quiche mit Gorgonzola und Birne sowie Gemüse-Quiche. Außerdem wurden auch Aufstrichteller mit Baguette und eine sehr gute Waldbeerenbowle angeboten.
Alle Besucher hatten die Möglichkeit sich über den Verein und die Tätigkeiten rund um den Verein zu informieren. Reges Interesse bestand vor allem bei den Baumpatenschaften und den Waldpatenschaften, die der Verein schon seit Längerem anbietet. Dabei war es auch möglich eine Urkunde zu erwerben, die dann verschenkt oder eingerahmt werden konnte.
Am Abend kam es dann zu einem stärkerem Windaufkommen und wir mussten das Fest in die Küche verlegen. Rechtzeitig war alles unter das Dach gebracht worden, als es auch schon zu regnen begann. Es kam dann trotzdem zu einem sehr geselligen Abend innerhalb eines kleinen Raumes und jeder konnte in Ruhe alle Quiches durchprobieren. Gemeinsam mit allen Interessierten und Besuchern hatte der Verein Citizens Forests und der Club Sozial einen sehr netten Abend verbracht.
Am 11. Juni setzten sich Mitarbeiter*innen von Schneider Electric gemeinsam mit einer Schulklasse der AHS Wolkersdorf und dem Verein Citizens Forests Wolkersdorf für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Ziel des gemeinsamen Pflegeeinsatzes war die wertvolle Schmetterlingswiese in Wolkersdorf.
Zu Beginn gab es ein paar interessante Einblicke in die ökologische Bedeutung von Trockenwiesen, die Herausforderungen durch invasive Neophyten (invasive Pflanzen) sowie die besondere Rolle der Fläche als Lebensraum für Schmetterlinge. Auch Schneider Electric stellte sich im Rahmen der Veranstaltung als innovativer und nachhaltigkeitsbewusster Arbeitgeber vor.
Im Anschluss ging es tatkräftig ans Werk: Die Teilnehmer*innen entfernten gezielt invasive Pflanzenarten wie die Kanadische Goldrute, das Einjährige Berufkraut und den Götterbaum – allesamt Pflanzen, die die typische Trockenwiesenflora verdrängen können.
Während der Arbeiten konnten zahlreiche Schmetterlinge gesichtet werden. Ein sichtbarer Erfolg der langjährigen Pflege.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, und bei Speis und Trank blieb ausreichend Zeit für Austausch und gemeinsame Gespräche.
Eine gelungene Aktion, die Naturschutz, Bildung und Teamgeist auf wunderbare Weise vereinte.
Die GartenGenussTage in Wolkersdorf sind eine jährliche Veranstaltung, die im Frühjahr im Schloss Wolkersdorf stattfindet und sich an Gartenliebhaber richtet. Wir nutzen diese Möglichkeit über unserem Verein und unsere Aktivitäten zu informieren. Gleichzeitig betreuen wir einen kleinen Pflanzentauschmarkt. Hier können Besucher*innen Pflanzen mitbringen und gegen andere Pflanzen tauschen. Wir freuten uns über reges Interesse und tolle Gespräche mit den Besucher*innen.
Vor 5 Monaten haben wir mit vielen Helfer*innen den ersten Mini-Wald in Obersdorf gepflanzt 🌳 Mit unserer Expertin Nicole haben wir einzelne Pflanzen bestimmt und kontrolliert, wie es ihnen geht!
FAKTs:
– 200 m2 Fläche
– 500 Bäume und Sträucher 🌱
– 33 verschiedene heimische Arten
Hier ein paar Bilder davon.
Der Verein Citizens Forests Wolkersdorf nahm im Herbst 2022 ein als Sukzessionsfläche deklariertes Grundstück der Gemeinde in Verlängerung der Hochleithenstraße in seine Obhut.
Wie berichtet stellte sich diese Fläche als wertvolle magere Trockenwiese heraus. Die arbeitsaufwendigen Pflegearbeiten, insbesondere das Entfernen der invasiven Neophyten Kanadische und Riesengoldrute hat sich sichtlich gelohnt. Die Ursprungsvegetation der mageren Trockenwiesengesellschaft kann sich wieder entfalten und Karin Hiebner konnte auch im Frühjahr 2024 wieder wundervolle Fotos von Tagfaltern, darunter Kleiner Feuerfalter, Tintenfleck-Weißling, Aurorafalter und Grüner Zipfelfalter, machen. Zudem sichtete Rudolf Rozanek weitere, teilweise nicht häufige, typische Trockenwiesenpflanzen, wie zum Beispiel Nickendes Leimkraut, Knack-Erdbeere, Wiener Gamander-Ehrenpreis, Stachel-Segge und Mönchskraut. Nicole Reiss war es vergönnt gleich vier Pillendreher (Sisyphus schaefferi) bei der Arbeit beobachten zu können. So verspricht auch 2024 wieder ein Jahr voller spannender Entdeckungen zu werden!
Ein Pflegekonzept soll noch im Frühjahr mit Unterstützung von Karin Hiebner-Ennsfellner, dem Biologen Rudi Rozanek und dem Ökologen Josef Semrad erstellt werden.
So gilt es auf jeden Fall auch in diesem Jahr weiter fleißig Goldrute zu rupfen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Rudolf Rozanek, die 4E und Begleitperson des Gymnasiums Wolkersdorf die uns erst vor kurzem dabei unterstützt haben!
Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung durch die Bevölkerung, damit die Biodiversität auf dieser Fläche weiter wachsen kann!
Der Verein Citizens Forests Wolkersdorf nahm im Herbst 2022 ein als Sukzessionsfläche deklariertes Grundstück der Gemeinde in Verlängerung der Hochleithenstraße zur Wiederbewaldung in seine Obhut.
Während aufwendiger Pflegearbeiten, bei denen Kanadische und Riesengoldrute händisch ausgerupft wurde, kam eine wertvolle magere Trockenwiesengesellschaft zum Vorschein. Nach einer Begehung mit dem Biologen Rudi Rozanek konnten seltene Arten wie die Kleinköpfige Rispenflockenblume und der Österreichische Zwerggeißklee bestimmt werden. Karin Hiebner-Ennsfellner dokumentierte bisher über die letzten Jahre außerdem über 50 verschiedene an die Trockenwiese angepasste Tagfalterarten. Auf keiner anderen Fläche im Gemeindegebiet konnte sie so eine Artenvielfalt sichten, ausgenommen dem Wartberg in Riedenthal, hier waren es 60 Arten. Erst im September diesen Jahres zeigte sich ihr der stark gefährdete Ockerbindige Samtfalter.
Der Verein Citizens Forests Wolkersdorf hat sich daher entschieden, die magere Trockenwiese mit Unterstützung von Karin Hiebner-Ennsfellner, dem Biologen Rudi Rozanek und dem Ökologen Josef Semrad zu erhalten, sowie die beiden invasiven Neophyten Goldrute und Götterbaum weiter zurückzudrängen. Der bereits bestehende Waldteil soll sukzessive artenreicher gestaltet werden, derzeit dominiert hier der Götterbaum mit einigen großen Exemplaren, standorttypische Gehölze finden sich jedoch schon zahlreich im Unterwuchs und warten auf ihre Chance.
Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung durch die Bevölkerung, damit die Biodiversität auf dieser Fläche weiter wachsen kann!
Pflanzenportraits von Mag. Rudi Rozanek
Österreichischer Zwerggeißklee – Cytisus austriacus: Die Art ist im Gemeindegebiet in Bedrängnis und nur noch hie und da zu finden. Sie besitzt leider kaum Möglichkeiten sich auszubreiten, daher ist jeder Verlust der ohnehin schon älteren Populationen zu vermeiden.
Kleinblütige Rispenflockenblume – Centaurea australis: An trockenen offenen Stellen im Gemeindegebiet nicht allzu häufig und wegen Schmetterlingbesuchs zu fördern.
Laut dem aktuellen Arbeitsbericht des Weltklimarates schreitet der Klimawandel und der damit verbundene Artenverlust schnell voran; zum Teil stärker und schneller als in den Szenarien erwartet.
Die mittlere Jahrestemperatur im niederösterreichischen Weinviertel liegt bereits jetzt über den Erwartungen und erwärmt sich stärker und schneller als die Erde im Durschnitt.

Quelle: ZAMG Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, KLAR!
Die Grafik zeigt, dass die mittlere Jahrestemperatur in Mistelbach-Wolkersdorf im Weinviertel zwischen 1971 und 2000 bei 9,7 °C lag. Messdaten zeigen, dass die Temperatur in der Vergangenheit kontinuierlich stieg; das Jahr 2020 lag mit 11,5 °C bereits 1,8 °C über diesem langjährigen Mittelwert.
Somit ist besonders das Weinviertel vom Klimawandel stark betroffen. Anpassungen an den Klimawandel sind daher unbedingt notwendig! Bäume im besiedelten Gebiet und Wälder können hier einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung des Kleinklimas leisten.
Das Weinviertel ist mit nur 17 % eine waldarme Region an der unteren Waldgrenze.

Quelle: NÖN.at
Der nahe Hochleithenwald ist der größte Eichen-Hainbuchenwald im Weinviertel
und befindet sich in einem schlechten Zustand (NÖN Artikel).
Nur 11% des österreichischen Waldes befinden sich in einem guten Zustand (Quelle: WWF). 0,15% des gesamten Waldes sind Naturwald, nur 0,01% sind Urwald. (Wiener Zeitung)
Der Verein „Citizens-Forests Wolkersdorf“ möchte daher mit der Pflanzung naturnaher, artenreicher Wälder hier einen positiven Beitrag leisten.